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FuCamp: Distributed Social Networks

Session mit Mario Volke, studiert Informatik und hat sich von der semantischen Schiene her mit Distributed Social Networks beschäftigt.

Es geht darum, keine geschlossene Plattformen zu haben ohne Kontrolle über die eigenen Daten. Die Idee ist, plattformübergreifend Freunde zu haben und vielleicht sogar die Daten selbst zu speichern. Hierzu sind offene Schnittstellen nötig.

Was gibt es?

Google OpenSocial: Wollen bestehende Netzwerke öffnen mit Hilfe von APIs für Userdaten, Freunde, Aktivitäten. Alles ist sehr unspezifisch. Nicht möglich sind aber plattformübergreifende Freundschaften, die Daten liegen nach wie vor bei den geschlossenen Plattformen, keine wirkliche Dezentralisierung.

NoseRub ist ein OpenSource-Projekt, eine Plattform, die man selbst installieren kann. NoseRub spezifiziert ein Protokoll, mit offenen Technologien mit OpenID, RSS, FOAF. Man kann Streams aggregieren, Livestreaming (wie z.B. FriendFeed). Man hat eine URL, die die eigene ID darstellt. Die Profile werden über FOAF synchronisiert.

HelloWorld - www.helloworld-network.org, aus Diplomarbeit entstanden, noch nicht live, SourCode in ein paar Monaten… Authentifizierung mit ähnlichem Protokoll wie OpenID mit Public Key Verfahren. Dezentralität: Profile, Unterprofile, freie Wahl des Speicherortes dieser Profile. Spezielles Protokoll zur Verbindung der verschiedenen HelloWorld-Server existiert. Sicherheit mit Hilfe von Verschlüsselung und Signaturen. Die Kommunikation soll über E-Mail oder Peer-to-peer (z.B. Freenet), ist aber noch nicht implementiert. Es gibt von der RE:Publica eine Aufzeichnung der dortigen Live-Demo.

Ein Projekt von Mario selbst ist origo. Eine Mischung aus Serverapplikation mit PHP mit einem Datenspeicher und einem Flex Client, über das man das Profil (FOAF) editieren kann und das Netzwerk erkunden kann. Der Server kümmert sich auch um die Publizierung der Profile. Es gibt URLs für die Profile, können auch Weiterleitungen sein. Problem ist, dass FOAF noch etwas beschränkt ist. Der Client enthält einen Browser für das soziale Netzwerk, auch nach spezifischen Beziehungen. Beziehungen wie child of/parent of werden auch erkannt. Auf http://code.google.com/p/origo/ gibt es den Code und Links zu demos. Auch externe Profile können mit angegeben werden. Alles ist noch experimentell, auch die Performance ist noch problematisch, da die Daten wirklich dezentral auf anderen Servern gespeichert sind und erst angefragt werden müssen. Es werden ausschließlich standardisierte Protokolle verwendet, Dinge wie andere Personen über neue Freundschaften informieren funktionieren noch nicht.

Was wollen wir?

Kontrolle über die eigenen, persönlichen Daten.

Frage: Wie werden die Profildaten wieder zurück in anderen Profile synchronisiert. Plattformen sollten die Daten nur aus FOAF-Profilen nur cachen, die anderen müssen diese Daten ab und zu synchronisieren. Die eigenen Profile enthalten die Daten, die einzelnen Plattformen sind nur Clients. Problem, dass die Plattformen die Caches richtig verwalten müssen/garantieren müssen, dass die Daten auch wirklich wieder gelöscht werden, wenn der Benutzer es will. Problem, dass einmal veröffentlichte Daten schlecht zurückgenommen werden kann.

Frage auch nach einem Geschäftsmodell, einem Markt, … Das Daten/Profil erstellen fällt als Geschäftsmodell eventuell weg oder wird es hier wieder zentrale Anbieter geben? Vergleich mit E-Mails, wo auch Geld mit verdient wird. Die Frage ist, ob XMPP genutzt werden könnte, für die Kommunikation. Problem auch der dezentralen Adressierung, ob E-Mail-Adressformat oder URI, …

Das Problem ist auch, dass der Ottonormaluser nicht das Problem sieht/den Mehrwert erkennt. Auch die Akzeptanz von Kryptographie ist nicht unbedingt gegeben (siehe E-Mail).

Interessante Diskussion zum Thema Zentrale Identität vs. verteilte Daten usw.. Problem dass man die eigenen Daten an eine private Firma überträgt.

Es ist klar, dass die zentralen Plattformen, die die Massen haben, kaum Interesse haben an dezentralen Netzwerken, aber sie könnten dazu gezwungen werden (siehe AOL…). Selbes Problem existiert auch bei Instant Messaging, Google stellt sich hier hinter Jabber, aber Jabber setzt sich bis jetzt immer noch nicht durch…

Comments

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2 |
| 2009/05/24 12:26 | reply

Danke für den sehr guten Artikel. Er fasst die Session wirklich gut zusammen!

3 | | 2009/05/24 20:41 | reply

In dem Zusammenhang ist vielleicht die Single-User Variante von Buddypress einen Blick/Kontakt wert.

Ein dezentrales SNS ist in der frühen Phase wohl eher was für Freaks, die eh schon einen Blog haben. Ein Plugin ist schnell installiert und sorgt für eine gut vernetzte Userbasis…

4 |
Kai Nehm
| 2009/05/25 18:17 | reply


Y H D D K
events/fucamp/distributed_social_networks.txt · Last modified: 2010/11/12 19:08 by michitux