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BarCamp Karlsruhe 2011: How to blog

Oliver Gassner mit How to blog

Beim BarCamp Karlsruhe 2011 hat Oliver Gassner eine Session zum Thema “How to Blog” gehalten, hier ein Mitschrieb. Oliver Gassner hat 1999 angefangen zu “bloggen”, erst mit einem einfachen Online-Tagebuch, ab 2002 war er mit einer der ersten, der professionell geloggt hat, auch in den deutschen Traffic Top 10.

Es soll nicht um Blogs zum Spaß gehen mit Filmen, Urlaub, …, sondern um Reputation und Dialog sowie Traffic. Viel Traffic führt irgendwann auch dazu, dass sich Leute zu dem Thema bei einem melden. Dann melden sich Leute mit Fragen, größere Fragen gehen in Kundenprojekte über.

Für Blogs sprechen: Suchmaschinen mögen Blogs, Google auch offiziell, heute findet man bei vielen Themen Blogs (auf der ersten Seite). Blogs waren mal dazu da, Leute auf Links aufmerksam zu machen. Blogs sind dazu da, um nach außen zu linken. Ein Blogbeitrag ohne einen Link nach außen ist kein Blogbeitrag. Außerdem kann man Blogs gut mit Facebook/Twitter/… kombinieren bzw. Synergien herstellen. Mit Blogbeiträgen kann man auch gleichzeitig, auch automatisch, Facebook, Twitter etc. “füttern”. Blogs sind Ideal um Reputation zu erlangen, auf Facebook und Twitter ist das viel schwieriger. Außerdem hat man bei Blogs selbst die Kontrolle, außer man wird gerade abgemahnt. Mit Blogs kann man ein digitales Gespräch führen und hat auch selbst die Daten (oder zumindest ein Backup davon).

Wenn man ein Weblog aufmacht, sollte man ein Thema haben, über das man schreibt. Man könnte verschiedene Blogs zu verschiedenen Themen aufmachen, das ist aber viel Arbeit. Statt einem festen Thema kann man aber auch ein Hauptthema haben, und auch andere Sachen dazu erwähnen. Oliver selbst macht das, und hat nur für Themen, über die er mit anderen zusammen schreibt, eigene Blogs.

Am Anfang ist mehr besser - auch ein altes Blogs einfach wiederbeleben oder am Anfang mehr schreiben. Man kann auch bloggen, weil man eine Frage hat, Blogs sind auch Lernwerkzeuge. Das geht am ehesten, wenn man über verschiedene Themen bloggt, und schaut, nach was die Leute suchen. Das kann auch zu neuen Geschäftsfeldern etc. führen.

Wer bloggt noch? - das Umfeld finden, eventuell sitzen sie sogar vor der eigenen Haustür. Fast zu jedem Thema gibt es schon Blogs. Diese findet man über spezielle Blogsuchmaschinen, z.B. Twingly oder die Google Blogsuche. Diese kann man dann in seine Blogroll aufnehmen. Das kommt von früher, als es schwierig war, Blogs zu finden. Das ist aber nicht zum Linktausch gedacht. Wenn ein Blog aus dem Google-Index fliegt, hat man noch ca. 1/10 der Besucher, also nicht durch Linktausch etc. das provozieren.

Kommentare sind wichtig, Kommentare im eigenen Blog sollte man beantworten, aber auch in den Blogs, die man liest, kommentieren - aber nur, wenn man etwas zu sagen hat. Die automatische Spamabwehr ist mittlerweile recht gut, aber es gibt manuellen Kommentarspam. Oliver hat als Regel z.B., dass Links bei dem Kommentar auf eine persönliche Seite oder ein persönliches Profil linken müssen.

Es schadet nichts, jeden Tag ein paar Links zu verschenken und auch auf andere zu reagieren, aber nützlich bleiben sollte es. Oliver lässt z.B. auch automatisch alle Bookmarks von Delicious täglich bloggen. Hier kann man auch die Benutzer nach Feedback fragen, damit man nicht nur sinnlose Dinge schreibt.

Linken auf andere Blogs ist sinnvoll, da dies auch die Aufmerksamkeit des anderen Bloggers auf einen zieht, der dann eventuell auch mal zurück linkt. Hier macht es Sinn, auch auf Blogs, die “direkte Konkurrenz” sind, d.h. ähnlich bekannt sind, zu linken.

Gut ist es, bei Themen früh dabei zu sein, oder auch z.B. alles zu einem Thema zusammenzutragen, z.B. schauen bei Blogs, bei denen es gerade lokal 10 Uhr ist, so dass man bei einem Thema als erster dabei ist. Dadurch kann man Traffic-“Berge” erzeugen, von denen meist auch etwas hängen bleibt langfristig. Sonst sollte man Mal schauen, ob man sich Spam-Links eingefangen hat (z.B. durch veraltete Wordpress-Versionen). Gut ist es auch, live mitzubloggen, und schnell zu veröffentlichen. Treffen wie BarCamps, Webmontag, pl0gbar, WikiWednesday, Mobile Monday, Twittagessen, … sind auch sinnvoll, da man dort Material bekommt und zum anderen real andere Blogger trifft.

Es hilft auch, Backlinks im Auge zu behalten, um zu sehen, wer einen verlinkt etc. Suchworte auswerten hilft auch, Fragen, die in einer Suchanfrage gestellt werden beantworten kann zu sehr vielen Treffern führen. Bei Oliver sind das die meistgelesenen Artikel. Allerdings sollte man Fragen nur beantworten, wenn Sie auch zum Thema des Blogs gehören. Auch wenn man die Fragen blöd findet, die über Google gestellt werden, es sind hilfreiche Artikel für die jeweiligen Besucher.

Regelmäßig schreiben ist ein weiterer Tipp. Nicht alle Leser nutzen RSS, wenn Benutzer regelmäßig auf das Blog schauen, verliert man Leser, wenn man nicht regelmäßig neue Inhalte hat. Selbst sollte man Newsquellen wie auch entsprechende Blogs aus den USA nutzen. Weitere Tipps gibt es auch teilweise kostenlos bei Blogmarketinggurus, aber alles muss man auch nicht glauben.

Experimentieren ist natürlich auch erlaubt, wenn die Experimente gut laufen, an Oliver schreiben, dann baut er sie in die Präsentation ein.

Frage: Videoblogs? Videos sind mehr Arbeit, man muss auf das Licht achten, dass die Personen auch ausgeleuchtet sind. Es gibt ein paar deutsche Video-Blogger, die damit Geld verdienen, jeden Tag etwas erklären. Diese verdienen dann über Anzeigen in den Videos, hauptsächlich über YoutTube, aber als Blog macht es natürlich auch Sinn. Videoblogs kommen auch auf das Thema an, kann echte Arbeit sein, durch Deutschland fahren, …

Frage: Gastbeiträge? Oliver macht das weniger, hat eher Gruppenblogs, aber denkt, dass es eine gute Idee ist. Insbesondere Leute ansprechen, die selbst kein Blog haben. Wenn man selbst ein gutes Netzwerk hat mit Experten, die selbst kein Blog haben wollen, könnte man aber auch ein extra Blog dafür machen, z.B. Skype-Textchat-Interviews machen. Oliver macht das lieber als Gastbeiträge.

Frage: Deutsch und Englisch mischen? Oliver macht das, Google kategorisiert Blogs nach Sprachen, von daher macht es eigentlich weniger Sinn. Von englischen Blogs bekommt auch viel Traffic, es kommt auf die Zielgruppe an, Oliver würde einfach mischen.

Comments

Klasse Beitrag. Gut dass nochmal zu lesen. Die Sesson habe ich leider auf dem Barcamp verpasst. Habe mir jetzt auch vorgenommen mehr zu bloggen.

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Taschenbier
| 2011/06/21 16:21 | reply


P O Q Y M
events/bcka_2011/how_to_blog.txt · Last modified: 2011/06/24 23:03 by michitux