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FuCamp: Blogs vs. Qualitätsjournalismus

Dies ist ein Mitschrieb der kleinen Diskussionssession zum Thema Blogs vs. Qualitätsjournalismus.

In den USA gibt es bereits eine erste (Groß)Stadt ohne Tageszeitung - da die junge Generation die Infos aus dem Internet holt. Primäre Aufgabe einer Tageszeitung ist es allerdings nicht, schnell zu sein, sondern gut zu sein. Tageszeitungen liefern auch Hintergrundinformatione und hat gut ausgebildetete Journalisten, die beide Seiten hören. Twitterer oder Blogger berichten immer bzw. meist einseitig.

Falsche Informationen online werden von den traditionellen Medien übernommen.

Tageszeitungen bieten Dinge, die das Internet nicht bieten kann. Journalisten recherchieren auch länger für ein Thema, Blogger recherchieren selten so gründlich wie Journalisten, z.B. auch in den entsprechenden Ländern. Blogs sind quasi Stammtische im Internet, aber die Printpublikationen springen darauf an.

In Deutschland ist auch eine Konsequenz, dass verschiedene Zeitschriften zu großen Verlagen zusammengeschlossen werden.

Problem ist ebenfalls, dass es den Leuten egal ist, was momentan mit den traditionellen Medien passiert.

Blogs bieten auch Vorteile, sind unabhängig im Gegensatz zu traditionellen Medien, die z.B. von Werbeeinnahmen abhängen und daher schlecht den Werbepartner kritisieren können. Weblogs bieten eine große Meinungsvielfalt, eventuell auch ohne finanzielles Interesse bessere Information?

Problem: Woher kommen die unabhängigen Meinungen? Wohl doch auch von den traditionellen Medien.

Es wird im Bereich des Qualitätsjournalismus immer weniger Geld ausgegeben für Journalisten. Das beschränkt durchaus die Qualität der Inhalte. Die Qualität sinkt ganz von selber durch Anzeigeneinbrüche, Preissteigerung, …

Blogs referrieren gerne auf Medien, Blogs sorgen damit dafür, dass verschiedene Artikel der Presse gelesen werden, beleuchten sie auf andere Weise. Teilweise kommen auch Themen aus den Blogs in die Traditionellen Medien. Blogs zeigen auch, dass man mit wenig Geld einiges erreichen kann.

Bei Blogs werden gute Blogs herausgefiltert.

Bei allen Informationsquellen sind die meisten Informationen irrelevant für die einzelne Person. Blogs erlauben es einem, eine persönliche Zusammenstellung von Informationen zu bekommen. Das Social Network kann als Filter für Informationen dienen, d.h. man liest das, was einem die virtuellen “Freunde” empfehlen.

Blogs haben ihre Daseinsberechtigung im Long Tail, das scheint für uns klar zu sein. Außerdem legen sie teilweise die Themen für die Printmedien fest. In Printmedien sind Information und Meinung (idealerweise) getrennt (in den USA z.B. anders), in Blogs nicht.

Via Twitter/Blogs werden Informationen sehr schnell veröffentlicht, die Frage ist aber, ob die Informationen auch stimmen. Massenmedien schauen auch in die Tiefe, Blogs vermutlich eher weniger. Reine Nachrichten funktionieren eventuell auch ohne Qualitätsjournalismus. Problem ist auch, dass viele auch schnelle Informationen für die richtige Information halten.

Brauchen wir zwar keine traditionellen Medien mehr, aber trotzdem noch Journalisten?

Journalisten machen oft Fehler, wie man merken kann, wenn es um einen selbst schreiben - wie viele Fehler machen sie insgesamt? Bei Bloggern kann man hier einfacher korrigieren. Blogger liefern bei Artikeln einen anderen, persönlicheren Hintergrund in Artikeln.

Mit einem mehr oder weniger offenen Ende schloss diese sehr interessante und spannende Diskussion.

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I​ H U B C
events/fucamp/blogs_vs_qualitaetsjournalismus.txt · Last modified: 2010/10/30 15:39 (external edit)