Das WikiBlog von Michael Hamann über Technologie im Wandel
Session mit Katrin Mathis, sie schreibt E-Learning Bachelor Thesis - E-Learning in sozialen
Netzwerken, wie kann man es vermarkten, …
Warum brauchen wir E-Learning 2.0? Wissen kurzlebig, neue Berufsbilder, hohe
Qualifikation gefordert, Arbeitsbedingungen verändert, arbeiten von zu hause
aus. Früher einmal gelernt, heute lebenslanges lernen.
Die NetGeneration der digital natives (1977-1997) sind mit dem Internet
verbunden. Machen viele Dinge gleichzeitig, Fernsehen ist nur im Hintergrund, da
sie eher aktiv. Auch kritisiert wird die kurze Aufmerksamkeitsspanne, es gibt
aber auch Wissenschaftler, die das positiver bewerten, da es zu unserer modernen
Kommunikation mit SMS etc. passt. Auch eine globale Generation, ähnlicher
Lebensstil auf der ganzen Welt. Sie will Entscheidungsfreiheit, keine
langfristige Arbeit, alles anpassen, selbst zusammenstellen, … Zusammenarbeit
mit anderen z.B. über Instant Messaging spielt eine wichtige Rolle. Sie forschen
nach, informieren sich z.B. über Produkte aus dem Supermarkt, dank neuer
Datenlage, geben diese Informationen/Kaufentscheidungen auch weiter.
Unterhaltung und innovative Arbeitgeber sind wichtig. Heute sind auch die
nötigen Werkzeuge vorhanden (siehe Wahl von Obama). Man muss auch sehen, dass
die Net Generation nicht die gesamte Generation umfasst. Irgendwie muss ich
sagen, das Gefühl habe, dass die net generation nur einen eher kleinen Teil
umfasst…
Kontakte als Wissensquellen sind heute wichtig, das wirklich wichtige heute ist
Methodenwissen, eher Konzepte als das konkrete Wissen lernen. Auch die Trennung
von Job und Privatleben wird aufgehoben. Im Internet gibt es keine
Beschränkungen für die Spezialisierung des Wissen (z.B. exotische Sprachen). Der
Lehrerende ist weniger ein Lehrer als mehr ein Coach, der z.B. filtert.
Formelles vs. informelles lernen (z.B. von Kollegen, in Gesprächen, …). Auch
Kinder fangen schon mit Computern, Lego, … an. Formelles lernen macht einen
Großteil der Ausgaben aus, informelles lernen dagegen liefert einen Großteil des
Wissens. Informelles lernen kann man z.B. durch gemütliche Ecken zum
Zusammensitzen fördern, mit z.B. Flipcharts etc. ausgestattet. Diskussion, ob
wir gerade formal oder informell lernen, scheint eher ein Zwischending zu sein.
Wir kommen nicht mit einem bestimmten Ziel hierher, nicht, um z.B. einen Schein
zu bekommen. Es gibt Unterschiede zwischen Wissensquellen lesen und lernen,
lernen, ist, wenn man das wissen auch nutzen kann. Das meiste informelle Lernen
passiert zufällig, aber ist Wissensmanagement lernen? Nicht jede Kommunikation
ist lernen, aber man muss kommunizieren, um zu lernen. Informelles lernen ist
schwer messbar, schwer kontrollierbar, kommt beim Kaffeetrinken wirklich etwas
zustande.
Informelles lernen ist für Grundlagen weniger geeignet, eher für erfahrererne
Lernen, hier aber durchaus effektiver.
Also Technologien gibt es Personal-Learning Environments zum selbst
zusammenstellen aus Widgets, z.B. Vokabeln, Tageszeitung, …, kleine Einheiten,
Stichwort Microlearning. Auch im Bereich Open Source/Content gibt es einiges.
Mobile Learning gibt es bis jetzt eher wenig, wird aber zunehmend. Game-based
Learning, gerade für Kinder spielerisches Lernen. VOIP Technologien, z.B. bei
Sprachenlernen mit Muttersprachlern unterhalten. Software as a Service ist eine
weitere Entwicklung, die Software wird im Internet angeboten.
Tools die eingesetzt werden sind Blogs, Wikis, Podcasts, File sharing, RSS,
Tagging zum Filtern, Social Bookmarking ebenfalls zum Filtern von Informationen,
Social Networking zur Beantwortung von Fragen. Chat und VOIP zur Kommunikation
werden ebenfalls eingesetzt.
Edmodo ist eigentlich eine reine Microblogging-Seite, aber man kann auch Termine
etc. verschicken. Gedacht für Grund- und Weiterführende Schule. Katrin hat eine
FaceBook-Applikation apps.facebook.com/thesisapp. Mit angebundenem Learning
Managements System, man kann seine Skills einschätzen, man kann Gruppen bilden,
es gibt ein Diskussionsforum, Anbindung an Delicious, Twitter, RSS-Feeds,
Aufgabenverwaltung. Es gibt nicht eine Plattform, sondern viele, kein klares
Ziel, nur auf Anfrage, problembasiert, geht von den Benutzern selbst aus, mit
Echtzeitkommunikation.
Herausforderungen sind Datenschutz, was machen die Firmen
mit den Daten? Wie findet man sinnvolle Lernmaßnahmen? Es gibt keine Standards,
… Wie kann man informelles Lernen formalisieren?
Zukunft? Semantic Web - intelligent agents, die Hilfestellungen leisten beim
finden und filtern geeigneter Informationen, Ubiquitous computing - mobile
learning, Internet überall, Virtuelle Welten/3D-Technik, einfacherere
Kommunikation, …
Wie setzt man die Tools richtig ein, dies ist die eigentliche Herausforderung
beim E-Learning, damit die Lernplattformen wirklich genutzt werden.
Diskussion