Das WikiBlog von Michael Hamann über Technologie im Wandel
Herzlich willkommen in meinem WikiBlog!
Hier gibt es einen Überblick über die neuesten Seiten/Artikel, allgemeinere Artikel zu verschiedenen Themen unter Artikel.
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Sessionmitschrieb vom BarCamp Karlsruhe 2011. Session von Saskia Jancik.
Das was der Benutzer von der Software sieht, ist nur das Interface, vom Interface werden Rückschlüsse auf die Software gezogen, deshalb sollte man viel Liebe und Aufwand in das Benutzerinterface stecken. Ein Interface ohne Funktionalität ist aber natürlich auch nichts. Das Interface muss Professionalität vermitteln, das gibt dem Benutzer Sicherheit, die Software muss das alles selbst vermitteln. Wichtig ist auch der Spaßfaktor, nicht überall Scherze verstecken, sondern die Benutzung sollte Spaß machen.
Die Basis bildet die Funktionalität, z.B. Buttons. Die nächste Stufe des Designs ist, Konsistenz zu geben, klare Strukturen zu definieren. Die nächste Stufe ist die Usability, dem Benutzer Werkzeuge in die Hand geben, um die Software zu benutzen. Die obersten Stufe sind dann Professionalität, quasi als Erweiterung der Usability und Kreativität, aber hier sollte man eher auf gängiges zurückgreifen. Bei der obersten Stufe muss man auch am Ball bleiben und sehen, was gerade der aktuelle Trend ist. Sehgewohnheiten verändern sich auch sehr schnell.
90% des Designs besteht aus rationalen Regeln, bis zur Usability bekommt es jeder hin, für den Rest benötigt man etwas Gespür.
Konsistenz: Gleiches sieht immer gleich aus und steht immer an den selben Stellen, z.B. „Okay“ und „Abbrechen“ rechts unten. Auch Abstände sollten konsistent sein, da das Auge sich schnell an bestimmte Positionierungen gewöhnt. „Okay“ und „Abbrechen“ z.B. sollten auch nicht „irgendwo“ rechts unten sein. „Don't make me think!“ von Steve Krug ist das entsprechende Buch dazu, es geht darum, dass man Leute nicht irritieren soll. Auch wenn man nicht bewusst merkt, dass ein Button woanders ist, führt es doch zu einem kurzen Innehalten/Zögern. Im Web hat es auch oft den Effekt, dass Leute aussteigen.
Beispiel: 4 Punkte als Buttons als Links untereinander. Problem: Benutzer liest immer alles. Besser: Zusätzliche Überschriften einfügen und Abstände einfügen. Abstände sind generell wichtig. Außerdem den wichtigsten Punkt an die erste Stelle stellen und besonders hervorheben.
Blickführung ist ebenfalls wichtig, nicht alles gleich anzeigen, sondern Überschriften hervorheben, unwichtiges kleiner und heller machen, aber natürlich nicht übertreiben, da es gerade auch in Onlineshops Unsicherheiten erzeugen wenn der Text dann schlecht lesbar ist. Farben sollte man bewusst wählen, und von Komplementärfarben die Finger weg lassen. Auch nicht 5 Buttons auf der Seite rot machen. Buttons mit Umrandung erzeugen Unruhe, besser helle Hintergrundfarben verwenden. Linien sind mächtig, aber man muss vorsichtig sein.
„Simplicity“ - es gibt auch ein gleichnamiges Buch von John Maeda dazu zum Thema Interfacedesign.
Frage: Wie halte ich Interfacedesign-Entscheidungen fest für ein Team? Dicke Styleguides machen wenig Sinn, aber 1 DIN A4-Seite macht Sinn. Bei sich wiederholenden Mustern kann man auch Musterscreens zur Verfügung stellen. Man muss den Entwicklern erklären, warum Interfacedesign wichtig ist, und es sollte einen Verantwortlichen geben, der bei notwendigen Abweichungen Entscheidungen trifft. Wichtig ist, die Leute zu schulen und das entsprechende Verständnis zu vermitteln.
Sessionmitschrieb vom BarCamp Karlsruhe, die Session ist von Stefanie Kegel, sie ist Interaktionsdesignerin.
Es geht um filmische Ansätze beim Design. Wie kann man das Produkt so gestalten, dass es nicht am Hauptnutzer vorbeigeht.
Warum? Wir mögen Geschichten, sie prägen sich leichter ins Gehirn ein, der Kontext ist wichtig zum Merken von Informationen. Interaktive Produkte sind erzählerisch, sind wie Film, aber nicht linear.
Beispiel: Wireframes - Idee: Userflow, Task-Flow, wie im Filmbereich. Benutzerinteraktion Bildschirm für Bildschirm darstellen. Es eignet sich auch sehr gut, um neue Ideen zu finden, die man an bestimmten Stellen in der Story einfügen könnte.
Wie fängt man an? Das erste ist, dass man das große Ganze sieht, aktiv Recherche betreibt, z.B. in Foren Benutzergruppen kennen lernen. Man sollte sich auch abgewöhnen, von „dem“ Benutzer zu sprechen, man sollte sich klar sein, dass man für eine Person in einer bestimmten Benutzergruppe mit Bedürfnissen und Zielen arbeitet, „der“ Benutzer hat keine speziellen Ziele. Mit Personas - Dummies für bestimmte Benutzergruppen arbeiten. Personas mit spezifischen Bedürfnissen erstellen. Das ist auch gut im Team zur Ideengenerierung, z.B. mit festem Zeitrahmen. Verschiedene Lösungsansätze generieren, mit Notizen arbeiten zu Ziel, Problem und Lösung. Auch berücksichtigen: Wie ist der Zustand des Benutzers zum aktuellen Zeitpunkt?
Storytelling ist gut weil
Frage: Was sind Wireframes? Vor der Erstellung einer Website erstellt man grobe Skizzen, z.B. mit grauen Boxen, auf Papier oder auch digital, aber eigentlich nur Entwürfe, keine Prototypen.
Das selbe Konzept kann man auch dazu verwenden, dem Anwender die Website zu vermitteln.
Frage: Werden diese Stories auch in die Entwicklung weitergegeben? Kommt darauf an, teilweise bekommen die Entwickler nur die Wireframes, teilweise auch die Stories, es wäre aber gut und wichtig, damit der Entwickler auch die spezifischen Nutzer im Blick hat.
Beim BarCamp Karlsruhe 2011 hat Oliver Gassner eine Session zum Thema „How to Blog“ gehalten, hier ein Mitschrieb. Oliver Gassner hat 1999 angefangen zu „bloggen“, erst mit einem einfachen Online-Tagebuch, ab 2002 war er mit einer der ersten, der professionell geloggt hat, auch in den deutschen Traffic Top 10.
Es soll nicht um Blogs zum Spaß gehen mit Filmen, Urlaub, …, sondern um Reputation und Dialog sowie Traffic. Viel Traffic führt irgendwann auch dazu, dass sich Leute zu dem Thema bei einem melden. Dann melden sich Leute mit Fragen, größere Fragen gehen in Kundenprojekte über.
Für Blogs sprechen: Suchmaschinen mögen Blogs, Google auch offiziell, heute findet man bei vielen Themen Blogs (auf der ersten Seite). Blogs waren mal dazu da, Leute auf Links aufmerksam zu machen. Blogs sind dazu da, um nach außen zu linken. Ein Blogbeitrag ohne einen Link nach außen ist kein Blogbeitrag. Außerdem kann man Blogs gut mit Facebook/Twitter/… kombinieren bzw. Synergien herstellen. Mit Blogbeiträgen kann man auch gleichzeitig, auch automatisch, Facebook, Twitter etc. „füttern“. Blogs sind Ideal um Reputation zu erlangen, auf Facebook und Twitter ist das viel schwieriger. Außerdem hat man bei Blogs selbst die Kontrolle, außer man wird gerade abgemahnt. Mit Blogs kann man ein digitales Gespräch führen und hat auch selbst die Daten (oder zumindest ein Backup davon).
Wenn man ein Weblog aufmacht, sollte man ein Thema haben, über das man schreibt. Man könnte verschiedene Blogs zu verschiedenen Themen aufmachen, das ist aber viel Arbeit. Statt einem festen Thema kann man aber auch ein Hauptthema haben, und auch andere Sachen dazu erwähnen. Oliver selbst macht das, und hat nur für Themen, über die er mit anderen zusammen schreibt, eigene Blogs.
Am Anfang ist mehr besser - auch ein altes Blogs einfach wiederbeleben oder am Anfang mehr schreiben. Man kann auch bloggen, weil man eine Frage hat, Blogs sind auch Lernwerkzeuge. Das geht am ehesten, wenn man über verschiedene Themen bloggt, und schaut, nach was die Leute suchen. Das kann auch zu neuen Geschäftsfeldern etc. führen.
Wer bloggt noch? - das Umfeld finden, eventuell sitzen sie sogar vor der eigenen Haustür. Fast zu jedem Thema gibt es schon Blogs. Diese findet man über spezielle Blogsuchmaschinen, z.B. Twingly oder die Google Blogsuche. Diese kann man dann in seine Blogroll aufnehmen. Das kommt von früher, als es schwierig war, Blogs zu finden. Das ist aber nicht zum Linktausch gedacht. Wenn ein Blog aus dem Google-Index fliegt, hat man noch ca. 1/10 der Besucher, also nicht durch Linktausch etc. das provozieren.
Kommentare sind wichtig, Kommentare im eigenen Blog sollte man beantworten, aber auch in den Blogs, die man liest, kommentieren - aber nur, wenn man etwas zu sagen hat. Die automatische Spamabwehr ist mittlerweile recht gut, aber es gibt manuellen Kommentarspam. Oliver hat als Regel z.B., dass Links bei dem Kommentar auf eine persönliche Seite oder ein persönliches Profil linken müssen.
Es schadet nichts, jeden Tag ein paar Links zu verschenken und auch auf andere zu reagieren, aber nützlich bleiben sollte es. Oliver lässt z.B. auch automatisch alle Bookmarks von Delicious täglich bloggen. Hier kann man auch die Benutzer nach Feedback fragen, damit man nicht nur sinnlose Dinge schreibt.
Linken auf andere Blogs ist sinnvoll, da dies auch die Aufmerksamkeit des anderen Bloggers auf einen zieht, der dann eventuell auch mal zurück linkt. Hier macht es Sinn, auch auf Blogs, die „direkte Konkurrenz“ sind, d.h. ähnlich bekannt sind, zu linken.
Gut ist es, bei Themen früh dabei zu sein, oder auch z.B. alles zu einem Thema zusammenzutragen, z.B. schauen bei Blogs, bei denen es gerade lokal 10 Uhr ist, so dass man bei einem Thema als erster dabei ist. Dadurch kann man Traffic-„Berge“ erzeugen, von denen meist auch etwas hängen bleibt langfristig. Sonst sollte man Mal schauen, ob man sich Spam-Links eingefangen hat (z.B. durch veraltete Wordpress-Versionen). Gut ist es auch, live mitzubloggen, und schnell zu veröffentlichen. Treffen wie BarCamps, Webmontag, pl0gbar, WikiWednesday, Mobile Monday, Twittagessen, … sind auch sinnvoll, da man dort Material bekommt und zum anderen real andere Blogger trifft.
Es hilft auch, Backlinks im Auge zu behalten, um zu sehen, wer einen verlinkt etc. Suchworte auswerten hilft auch, Fragen, die in einer Suchanfrage gestellt werden beantworten kann zu sehr vielen Treffern führen. Bei Oliver sind das die meistgelesenen Artikel. Allerdings sollte man Fragen nur beantworten, wenn Sie auch zum Thema des Blogs gehören. Auch wenn man die Fragen blöd findet, die über Google gestellt werden, es sind hilfreiche Artikel für die jeweiligen Besucher.
Regelmäßig schreiben ist ein weiterer Tipp. Nicht alle Leser nutzen RSS, wenn Benutzer regelmäßig auf das Blog schauen, verliert man Leser, wenn man nicht regelmäßig neue Inhalte hat. Selbst sollte man Newsquellen wie auch entsprechende Blogs aus den USA nutzen. Weitere Tipps gibt es auch teilweise kostenlos bei Blogmarketinggurus, aber alles muss man auch nicht glauben.
Experimentieren ist natürlich auch erlaubt, wenn die Experimente gut laufen, an Oliver schreiben, dann baut er sie in die Präsentation ein.
Frage: Videoblogs? Videos sind mehr Arbeit, man muss auf das Licht achten, dass die Personen auch ausgeleuchtet sind. Es gibt ein paar deutsche Video-Blogger, die damit Geld verdienen, jeden Tag etwas erklären. Diese verdienen dann über Anzeigen in den Videos, hauptsächlich über YoutTube, aber als Blog macht es natürlich auch Sinn. Videoblogs kommen auch auf das Thema an, kann echte Arbeit sein, durch Deutschland fahren, …
Frage: Gastbeiträge? Oliver macht das weniger, hat eher Gruppenblogs, aber denkt, dass es eine gute Idee ist. Insbesondere Leute ansprechen, die selbst kein Blog haben. Wenn man selbst ein gutes Netzwerk hat mit Experten, die selbst kein Blog haben wollen, könnte man aber auch ein extra Blog dafür machen, z.B. Skype-Textchat-Interviews machen. Oliver macht das lieber als Gastbeiträge.
Frage: Deutsch und Englisch mischen? Oliver macht das, Google kategorisiert Blogs nach Sprachen, von daher macht es eigentlich weniger Sinn. Von englischen Blogs bekommt auch viel Traffic, es kommt auf die Zielgruppe an, Oliver würde einfach mischen.
Da lese ich einen Text bei der taz zum Thema, dass soziale Unterschiede krank machen. Dort wird ein Buch vorgestellt, „The Spirit Level“ von Richard Wilkinson und Kate Pickett. Das gibt es auch in Deutschland zu kaufen, klar, wieso auch nicht? Allerdings finde ich bei deutschen Büchershops nur eine Papierversion. Da ich allerdings einen eBook-Reader besitze, hätte ich das ganze gerne digital. Denn wozu Bücherregale vollstopfen und Bücher durch die Gegend tragen, wenn es auch anders geht?
Ein Blick auf Penguin.co.uk zeigt, dass es dort das Buch auch als eBook gibt. Nunja, dachte ich mir, frage ich doch mal bei Libri.de an, wo ich auch schon das eine oder andere eBook gekauft habe und die das Buch in Papierform anbieten, wann es denn das Buch in elektronischer Form bei ihnen gibt, auch wenn ich mir nicht viel erhoffe, da Libri das Buch von einem anderen Verlag hat, bei dem es kein eBook gibt. Die Antwort:
Leider können wir Ihnen keinen konkreten Termin nennen, an dem der von Ihnen gewünschte Titel „The Spirit Level“ in Deutschland als eBook angeboten wird.
Unabhängig davon können Sie natürlich das gewünschte eBook bei Penguin beziehen, wenn dies von Penguin für Auslandsbestellungen erlaubt wird. In diesem Fall möchten wir Sie bitten, sich auf www.penguin.co.uk zu informieren.
Penguin dagegen meldet mir folgendes, wenn ich das Buch bestellen möchte:
Unfortunately, we are unable to accept orders from Germany at present. You should be able to order the books you require from a good local bookshop.
Nunja, solange es eBooks nicht in schönen käuflichen Verpackungen sondern nur online gibt (zumindest ist mir noch nichts dergleichen begegnet) wird das eBook wohl in keinem lokalen Buchladen hier erhältlich sein.
Schade eigentlich. Ich hätte das Buch nämlich tatsächlich gekauft, sogar die Tatsache ignorierend, dass das digitale Exemplar vermutlich genau das gleiche kostet wie die Papierversion.
Und das ist übrigens kein Einzelfall, dieser Artikel brachte mich vorhin dazu, „Here Comes Everybody: The Power of Organizing Without Organizations“ von Clay Shirky kaufen zu wollen. Doch auch hier wieder das gleiche Problem, das Buch ist in Deutschland erhältlich, sogar von Penguin. Doch das ebenfalls verfügbare eBook ist in Deutschland nicht erhältlich.
Derartige geografische Einschränkungen der Verfügbarkeit von Büchern sind finde ich eine weitere Form das digitalen Rechtemanagements mit dem man versucht, Einschränkungen, die es in der Realität so extrem gar nicht gibt, auf digitale Produkte zu übertragen. (Schonmal überlegt, wie das Ausleihen an einen Freund oder gar Bookcrossing mit digitalen Büchern funktioniert?)
Wenn sich eBooks wirklich durchsetzen sollen, dann sollten eBooks vor allem erst einmal eines sein: Verfügbar. Und zwar über die Vorzeigetitel, die momentan bereits bei Libri und anderen Shops angeboten werden hinaus sollte es einfach selbstverständlich sein, dass jedes Buch, das in Papierform erhältlich ist, auch als elektronische Variante verfügbar ist, zumindest wenn diese prinzipiell verfügbar ist. Sonst werden sich die Buchverlage sehr schnell mit einer zunehmenden Piraterie konfrontiert sehen, wie es auch in einem Artikel im Blog von libreka auf boersenblatt.net beschrieben ist.
PS: Ich habe beide Buch übrigens nach wie vor nicht und kann daher nichts zum Inhalt sagen bzw. ob sie wirklich empfehlenswert sind.
Planung und Durchführung einer Weltreise
Session von Stefan Kahlert auf dem FuCamp am 16.5. 2010, er hat bis vor gut einem Jahr eine Weltreise gemacht, davor 2 Jahre gearbeitet.
Planung: Entscheidung zuerst fällen und allen anderen davon erzählen, um sozialen Druck zu erzeugen. Alleine oder mit Partner? Schwierig mit Partner, Geld, ein Jahr lang mit der Person, und überhaupt jemanden finden.
Finanzierung sollte frühzeitig geplant werden, ca. 2 Jahre. Sparen - Fixkosten, Ausgaben, gute Übung für die Reise. Nicht von Januar-Dezember arbeiten, sondern am Ende halbes Jahr z.B., um Steuern zu sparen. Ca. 18.000 Euro insgesamt.
Budget-Planung - Tagesbudget, wöchentliches/monatliches Sonderbudget. Außerdem länderspezifische Kostenmultiplikatoren beachten, z.B. Unterkunftskosten vergleichen. Nicht zu vergessen: Laufende Kosten daheim, Notfallbudget.
Bank zum im Ausland Geld abbuchen - DKB mit vielen Automaten, bei denen lediglich Umrechnungsgebühren anfallen. Außerdem: Tagesbudget als Maßstab für den Wert des ausländischen Geldes nehmen.
RTW-Ticket - Alle Flüge schon im Voraus festlegen, einmal die Welt umrunden in einem Jahr. Man bucht alles schon zuhause - und hat den Stress daher am Anfang. Welches RTW-Ticket? Star Alliance - man kann flexibel die Zeiten und für wenig Geld die Routen ändern, teuer, aber viele Meilen, man kann auch zwischendurch die Ost-Westrichtung ändern. One World - kleinere Gruppe, sind wohl in Asien und Südamerika stark, mehr zeitliche Einschränkungen. Sky Team, eher günstig, aber kleine Gruppe. Quantas für den Südpazifikraum, Lufthansa gibt es auch. Ca. 15 Stops, man muss immer von dort weiterfliegen, wo man angekommen.
Reiseroute ca. 2-3 Monate vor der Abreise festlegen. Man darf sich nicht zu viel vornehmen, weil es nicht so klappt, wie erwartet. 5-6 Wunschziele sind empfehlenswert, die man auf jeden Fall sehen will, den Rest optional wählen. Zeitliche Einschränkungen wie dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Land sein muss (z.B. Olympiade), kann enttäuschend sein, auch Treffen mit Freunden eher vermeiden, da es zu viel einschränken kann, oder es temporär unüberwindbare Probleme geben kann wie Passverlust.
Man sollte auch saisonale Bedingungen berücksichtigen, wie z.B. Regenzeit vermeiden, immer Sommer, man sollte sich informieren, was die schönsten Zeiten in dem jeweiligen Land sind.
Bei der Reiseroute ist es empfehlenswert, das Meilenbudget auszureizen, da man am Ende Bonusmeilen entsprechend Bonusmeilen bekommt.
Spartipp: Wenn man nachts fliegt, kann man sich Übernachtungen sparen. Im Auto schlafen, Couchsurfing (aber aufwändig), oder im Hostel, wenn man das Geld hat.
Was mitnehmen? 20 Kilo mitgenommen, 5 Kilo zurückgeschickt, eher mehr Geld als mehr Gepäck. Netbook mitnehmen spart Geld, weil es oft kostenloses WLAN gibt. Studentenausweis empfehlenswert, man spart ca. 20-30%, teilweise sogar bei Übernachtungen. Wenn man kein Netbook mitnimmt, Festplatte mitnehmen mit Cardreader. Das ca. 1 Monat vor der Reise entscheiden, damit man noch Besorgungen machen kann.
Man sollte nichts mitnehmen, was man nicht bereit ist zu verlieren. Nichts mitnehmen, was man unterwegs günstiger kaufen kann. Rollkoffer kann bequemer sein als ein Rucksack.
Während der Reise stellt sich nach dem ersten Drittel/Viertel bei vielen eine erste Depression ein, dann wird es besser, am Ende wenn das Geld zu Ende geht wird es wieder schlechter. Urlaub vom Urlaub machen, Dinge mitnehmen wie Bücher, Sport machen oder ins Kino gehen.
Pass zusammen mit Kreditkarten geklaut - Papieren immer vom Geld trennen, auch nicht beides in ein Schließfach etc.. Immer auch Kopien von den Papieren mitnehmen. Zweiten Pass beantragen, um Ersatz zu haben. Krankenversicherung sollte man unbedingt abschließen. Reisegepäckversicherung kann man im Prinzip vergessen für ein Jahr. Vorher überlegen, bei was man nach hause zurückkehren will.
Unterwegs lernt man viele Leute kennen, auch teilweise sehr gut, aber eben immer nur kurz. Immer wieder schmerzhafte Abschiede. Zu zweit ist das anders, man kommt viel weniger in Kontakt mit anderen Leuten. Stefan hat unterwegs 10 Pärchen getroffen, 9 davon haben sich wegen der Reise getrennt. Auch schwierig, sich mit Reisepartner(n) abzusprechen.
Schwierigkeiten, Kontakt mit den Leuten daheim zu halten, von dort wenig Interesse für die Reise. Oder man vergisst, dass die Leute arbeiten müssen.
Sprache: Englisch funktioniert in vielen Ländern sehr gut, in anderen Ländern gar nicht. In China hat es dagegen wenig geklappt. Probleme gab es dagegen so gut wie nie. Es gibt auch z.B. Wörterbücher nur mit Bildern, um sich zu verständigen, oder als iPhone-App.
Wieder daheim trifft einen nach der ersten Euphorie wieder harte Alltag. Man hat eine ganz andere Arbeitseinstellung wenn man ein Jahr lang nicht gearbeitet hat. Erst einmal arbeitslos melden ist eine Möglichkeit. Man kann unterwegs arbeiten, wenn es Spaß macht empfehlenswert, oder auch finanziell notwendig.
Man kann planen so viel man will, es wird immer anders kommen. Spätestens nach 2 Monaten wirft man den Plan über den Haufen. Daher nicht zu sehr ins Detail planen, sondern es so kommen lassen, wie es läuft.
Japan kann auch relativ günstig und ist empfehlenswert, insbesondere zur Kirschblütenzeit. Kyōto ist sehr empfehlenswert, auch Hongkong. Es gab nicht das beste Land.
Termine haben unheimliche Schwierigkeiten bereitet. Man verliert das Zeitgefühl, Zeit läuft anders auf so einer Reise. Daher kein RTW-Ticket nehmen, bei dem man nicht umbuchen kann.
Die Erfahrung durch das viele Reisen lässt einen das ganze auch entspannter genießen.
Zu zweit kann man sich die Erfahrung teilen, wenn es funktioniert - wenn es funktioniert ist es super, aber muss man rechtzeitig planen. Auch ist nicht jeder bereit, ein Jahr für so eine Reise zu „opfern“, es ist aber auf jeden Fall die Erfahrung wert. Fotos bedeuten einem selbst viel weniger, eher für die daheim gebliebenen. Wenn es das Geld nicht gewesen wäre, hätte man ewig weiter machen können. Nochmal machen? Vielleicht weniger Orte, längere Zeit, wenn das Geld nicht wäre.
Teure Länder am Schluss, dann kann man mit einem Tag weniger viel mehr sparen.
Session von Matthias Pfäfferle am 15.5. 2010 auf dem FuCamp.
Problem: Menschen verstehen Websites, Suchmaschinen verstehen dagegen nur weniges. Lösung: WebSemantics.
Beispiel: vcard, kleiner Hack, da class-Attribute für die semantische Auszeichnungen verwendet werden. Das gibt es für Profilinformationen, Events, Lizenzen, Beziehungen, … Vorteil für alle Dienste etc., die sowieso den HTML-Code interpretieren, z.B. Suchmaschinen.
Suchmaschinen wie Google werten das bereits aus. Damit ist z.B. die Suche im sozialen Graphen möglich oder angereicherte Suchergebnisse sind möglich. Bilder können nach Lizenz gefiltert werden.
Vorteile für den Browser. Mit entsprechenden Plugins möglich. Die sichtbaren Daten werden so ausgezeichnet, dass die Maschinen sie erkennen. Mit Plugins können z.B. direkt Kontakte in ein Adressbuch oder Termine in einen Kalender übernommen werden.
Microformats ist das älteste und klassischste Format, basiert auf klassischen HTML-Attributen, ist valides (X)HTML. Bei Microformats ist immer ein umschließendes Tag nötig, die Informationen können nicht verteilt werden.
RDFa bringt neue HTML-Attribute mit, wurde für XHTML2 entwickelt, arbeitet mit Namespaces, …
Microdata, bringt neue HTML-Attribute mit, wurde für (X)HTML5 entwickelt, kommt am nächsten an Microformats ran, die Spezifikation wurde quasi übernommen. Es lassen sich sowohl Microformats als auch RDFa-Strukturen darstellen.
Google unterstützt bis jetzt alle Formate, hat angefangen, eigene Angaben zu spezifizieren für die verschiedenen Formate.
Es gibt diverse Formate, angefangen mit Hacks, jetzt soll es „richtig“ spezifiziert werden, unklar, was sich durchsetzen wird, Diskussionen RDFa vs. Microdata, bis jetzt ist keines valides HTML.
Keine so komplexen Strukturen wie Semantic Web mit komplexem XML-Format, stattdessen kleine, konkrete Lösungen, der Benutzer soll davon normalerweise gar nichts mitbekommen. Suchmaschinenbetreiber und Browser sollen das so integrieren, dass es die Anwender nutzen können, ohne sich Gedanken machen müssen.
Benutzer haben kein Bewusstsein für derartige semantische Auszeichnungen.
Microformats können auch für SEO relevant sein. In Zukunft wird man es vermutlich einsetzen müssen um bei Suchmaschinen gut gelistet zu werden.
Operator Mozilla Labs ist ein Plugin für Firefox, das Microformats-Unterstützung bereitstellt.
Session beim FuCamp am 15.5. 2010 von Martin Weber, @es_de_we. Typografie soll Inhalt, Zweck und Bedeutung des Textes unterstützen. Im Web gibt es einige Probleme, Typografie wurde für Printmedien entwickelt, geringe Bildschirmauflösung, vielfältige Plattformen/Browser mit unterschiedlichen Standards, daher technische Beschränkungen, im Web wird Typografie eher stiefmütterlich behandelt.
Oft werden falsche Zeichen für einen bestimmten Zweck, es gibt dafür HTML-Entities. Aber Entities sind schlecht lesbar, nur im Web, … Lösung: UNICODE/UTF-8. Das Ziel ist, dass jedes sinntragende Schriftzeichen/Textelement aller Sprachen darstellbar ist. Allerdings gibt es technische Beschränkungen, wie viele Zeichen enthalten sein können. Tipp: Schriftart Linux Libertine, kann sehr viele verschiedene Zeichen darstellen und Typografische Feinheiten darstellen. UTF-8 kann in Websites verwendet werden, sofern das technisch auch signalisiert wird. Auch in Dateinamen und Domains kann mittlerweile Unicode verwendet werden, für Browser die es noch nicht unterstützen, gibt es Fallbacks. Unicode ist quasi Pflicht für ansprechende Typografie.
Im Web starke Beschränkung der Schriftartenvielfalt, da die Browser die Schriftart beherrschen müssen. Es gibt Lösungen, die z.B. auf Flash basieren, diese sind allerdings veraltet. Andere Möglichkeit: Umwandlung in SVG/VML, Darstellung mit HTML5 Canvas, aber auch veraltet, da z.B. kein Copy&Paste möglich ist. Die Lösung sind CSS3 Webfonts, man gibt im Stylesheet Fonts an, die der Browser herunterlädt und darstellt. Das ist standardkonform, funktioniert Cross-Platform, leichtgewichtig und vollständig integriert. Angabe der Schriftart mit @FONT-FACE
@font-face { font-family: GentiumTest; src: url(fonts/GenR102.woff) format("woff"), url(fonts/GenR102.ttf) format("truetype"), url(fonts/GenR102.eot); // Ab IE4! } h1 { font-family: GentiumTest, serif; }
Die Ausgabe ist je nach Plattform unterschiedlich. Das sollte man testen!
Die Schriftarten lassen sich auch mit anderen CSS3-Techniken wie Schatten verwenden, dies wäre z.B. mit Image Replacement nicht machbar.
Beispiel: Scribd setzt statt Flash HTML5 ein und hat den Dokumenten-Betrachter so umgebaut, dass er reines HTML mit Webfonts verwendet. Auch z.B. in CSS3 Animationen
Problem: Lizenzierung der Schriften, die Schrifthersteller sind dabei, das Problem anzugehen. Professioneller Ansatz ist typekit.com, alternativer Ansatz sind freie Schriften, z.B. von fontsquirrel.com. Sorgenkind ist IE <9 mit EOF Schriftarten, Zukunft ist WOFF, das in allen sehr neuen Browsern unterstützt wird, bis diese verbreitet sind muss man den Workaround mit 3 Schriftarten verwenden. Ziel ist, dass man von der Plugin-Problematik wegkommt, da immer mehr Geräte wie Handys keinen „normalen“ Browser und sehr unterschiedliche Systeme haben.
Auf Kantenglättung hat man als Webentwickler keinen Einfluss, daher hat man keine Möglichkeit, die genaue Darstellung zu beeinflussen.
Session beim FuCamp am 15.5. von Wolf Goertz. Wolf Goertz überlegt einen Coworking-Space zu eröffnen. Beispiel YouTube-Video vom Betahaus. Kommen quasi alle aus dem digitale Medien-Bereich, gemeinsames Büro, Cafe. Viele sind auch nur einen Tag da, Leute aus aller Welt. Nicht nur gemeinsame Infrastruktur, sondern Zusammenarbeit. Wolfs Idee: Auch Kulturbereich, Projekträume für Künstler, Ausstellungen in Cafes, Lesungen, Abendveranstaltungen und vielleicht auch ein Hostel anschließen. Ideen, Anregungen, kann man sowas gebrauchen?
In Nürnberg gibt es eine Coworking-Initiative, um die Coworking-Bewegung nach Nürnberg zu bringen. Test-Coworking, welche Location funktioniert, … - einige sind inspirierend, andere nicht. Rückzugsmöglichkeiten, ergonomische Arbeitssituation, … werden benötigt. Dort erstmal reines Coworking, aber es gibt auch eine Künstler-Bewegung.
Es gibt verschiedene Nutzergruppen. Zum einen permanente Coworker, zum anderen aber auch „durchreisende“ Arbeiter, die einen Arbeitsplatz für einen Tag suchen. Es gibt Tagespässe, Pässe für mehrere Tage, permanente Zugang zu normalen Zeiten, oder auch „Luxus“-Variante mit Aktenschrank etc.
Gründerzentrum in Karlsruhe - Web-Startups v.a., aber eher getrennt, ab und zu gibt es Austausch, auch in Innenstadtnähe.
Journalisten, Berater, tendenziell Web-lastig, Design, … - sowieso eher frei, „Nomaden“, deshalb sind das die ersten.
Kann sich das in Firmen eingliedern, oder ist das nur eine Möglichkeit für junge, agile Web-Developer, die nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden?
Wolf erzählt von einem BarCamp mit 40-50-jährigen, die viel zuhause arbeiten, und die gerne mal wieder so zusammenarbeiten würden.
Die Architektur des Gebäudes ist wichtig, zentrale Räume, Cafe im Eingangsbereich und nicht nur getrennte Büros. Die Zusammensetzung aus Leuten ist wichtig.
Zeiten zwischen Terminen (z.B. bei Kunden) nutzen.
Angeschlossenes Hostel unterstützt Community, bietet aber vielleicht nicht so viel Komfort?
Auch Stadterkundung/Kultur entdecken für Reisende, die dort Station machen, interessant. Leute kennen lernen, wo gibt es gute Veranstaltungen, … Kann ein Co-Working-Space auch ein Zentrum für eine Stadt bieten?
Abends Veranstaltungen bieten auch eine Einnahmequelle für einen Coworking-Space.
Planen ist schwierig/unmöglich, deshalb einfach probieren, zusammen lernen. Ein Startup spart sich in so einem Coworking-Space jede Menge Startkosten und Zeit, kann einfach loslegen und neue Ideen sammeln.
Auch z.B. über Deutschland verteilte Startups können so etwas nutzen, um sich zu treffen irgendwo in der Mitte statt bei jemandem in der Wohnung, wo es viel Ablenkung gibt. Arbeitsalltag im Büro getrennt vom Privatleben. Neue Eindrücke bekommen, nicht nur das eigene sehen. Andere arbeiten zu sehen motiviert einen auch zu arbeiten. Einrichtung ist wichtig für Pausen, Cafe, … sind essentiell für den Erfolg eines Coworking-Projektes.
Für kleine Firmen mit wenigen Mitarbeitern perfekt.
Kann man so etwas auch für große Firmen mit flacher Hierarchie realisieren? Mitarbeiter zwischen Abteilungen können sich austauschen, aber ansonsten eher unrealistisch? Gibt es in einigen Firmen schon, dass man einen sehr flexiblen Arbeitsplatz hat, dass man sich zurückziehen kann, gemeinsam arbeiten kann, … Konventionen der Zusammenarbeit werden aufgebrochen. BarCamps als Beispiel. Ganz anderer Austausch, Kennenlernen - Zukunftsperspektive. Durch die Technik ist ganz neue Zusammenarbeit möglich. Zusammenarbeit mit wechselnden Gruppen, nicht nur lokal an einem Ort.
Unterschied zu existierenden Dingen wie Arbeitsplätzen an Universitäten, Cafes, … - man hat richtige Schreibtische, Austausch mit anderen gleichgesinnten. Andere Atmosphäre, mehr Produktivität durch ergonomische Möbel, Drucker, Scanner, eben wirklich ein Büroraum - Professionalität ist wichtig, Telefoninfrastruktur, und Cafe nur zur Unterhaltung zwischendurch. Andere, die einem gegenüber sitzen und produktiv arbeiten, motivieren einen auch zu arbeiten, auch ohne, dass man zusammenarbeitet. Alle die dort arbeiten sind auch für Austausch offen (sonst wären sie nicht dort) und gehen daher offener aufeinander zu.
Ablenkung vs. produktiv arbeiten wird durch verschiedene Bereiche realisiert, Ruheräume, Räume für offene Zusammenarbeit.
Kleine Unternehmensberatung dazu nehmen, um Wissen für Startups etc. verfügbar zu machen, Erfahrungsaustausch. Oder Steuerberater integrieren, Servicedienstleistungen, damit man sich auf seine Arbeit konzentrieren kann.
Wichtige Punkte aus Sicht der Teilnehmer:
Flexibilität, Kommunikation(skultur), technische Ausstattung, Flexibilität, Räumlichkeiten, Lage, Zeiten (große Flexibilität), zentrale Plattform von Coworking-Spaces, Abo für alle Coworking Spaces, räumliche Aufteilung, Büroausstattung- und Ambiente, verlässliche Infrastruktur, Umgebung, gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gute Erreichbarkeit, Atmosphäre, auch Möglichkeiten abseits der Arbeit, keine strikte Trennung zwischen Arbeit und Leben, Übertragung von OpenSource.
Update: Bin gerade noch auf einen Artikel bei t3n gestoßen, der einige nützliche Links zum Thema Coworking bietet.
Das Urban Dictionary definiert Tabitis folgendermaßen:
the condition in firefox (the choice of any self-respecting internet user) where one finds themselves overwhelmed by the massive amount of tabs they have open.
Konkret bedeutet das - man hat dauerhaft oder immer wieder 20, 30, 60 oder gar 100 Tabs offen. Und warum ist das ein Problem? Nun, zum einen findet man sich in der Regel einfach nicht mehr zurecht bei den vielen Tabs, die Performance geht in den Keller und wirklich bringen tut das auch nichts. Mit mehr als ein paar Tabs (ich schätze ca. 10) Tabs lässt sich einfach nicht wirklich produktiv arbeiten.
Was kann man dagegen tun? Zunächst einmal: die Tabs einfach zumachen. Allerdings ist das nicht so einfach, schließlich hat man die Tabs ja aus irgendeinem Grund offen - man möchte sie schnell wiederfinden, möchte vielleicht den Inhalt noch lesen, … Die einfachsten Erweiterungen für Firefox (keine Angst, hier soll es nicht nur um Firefox gehen) schließen die Tabs einfach und legen ein Bild der Seite, Titel und URL ab, so dass man leicht wieder zurückkehren kann. Taboo ist so eine Erweiterung. Allerdings muss ich sagen mir reicht das nicht. Zum einen werde ich kaum irgendwann die Seiten nochmal anschauen noch da explizit nach ihnen suchen. Das Resultat: Bei mir haben sich jede Menge Seiten angesammelt in Taboo, die allesamt zwar irgendwie sinnvoll sind, bei denen aber komplett der Kontext fehlt.
Deshalb möchte ich hier einige Lösungen vorstellen, die mir täglich helfen, die Flut an Tabs zu bewältigen und auf einige wesentliche Seiten zu reduzieren.
Social Bookmarks mit Social Tagging, aber auch die ganz normalen Lesezeichen des eingesetzten Browsers können gerade für die Langzeitspeicherung von gewissen Seiten eine große Hilfe sein. Wenn ich eine Seite geöffnet habe, die ich irgendwann mal wieder finden will, dann speichere ich sie. Häufig gebrauchte Seiten landen dabei in der Lesezeichenleiste im Browser. Speichern, schließen, fertig.
Oft bekommt man irgendwo einen Link geschickt oder findet durch Zufall einen Link, der auf eine Seite mit viel Text führt, die man zwar prinzipiell lesen möchte, aber nicht gerade jetzt. Offen lassen und auf einen späteren Moment hoffen war anfangs meine Strategie - nunja, viele offene Tabs waren die Folge. Für viele Browser und Smartphones gibt es Read It Later - Seiten zum später Lesen speichern. Dabei wird die Seite auf Wunsch sogar komplett heruntergeladen und - ebenfalls nur auf Wunsch - auch auf den wesentlichen Inhalt reduziert. Ideal um z.B. Unterwegs im Zug zu lesen. Wirklich in den Griff bekommen habe ich allerdings meine immer länger werdende Liste der zu lesenden Artikel erst mit Instapaper und der Möglichkeit, die Seiten als eBook zu exportieren. So kann ich die Seiten wo und wann ich will mit meinem eBook-Reader lesen. Angenehm entspannt im Bett oder auf der Couch interessante Webseiten lesen - genial. Und die Liste der zu lesenden Seiten war jetzt schon mehrfach leer. Wenn man weiß, dass man die Seiten auch wirklich lesen wird, geht das Schließen deutlich leichter von der Hand. ;)
Viele Seiten die ich so offen habe gehören zu irgendetwas was ich erledigen will oder muss. Z.B. Seiten, die ich hier verlinken möchte, ein Produkt, das ich kaufen möchte, … Irgendwie findet man am Computer schnell etwas anderes, das man dringend tun möchte oder muss und vergisst dabei ganz die vielen geöffneten Seiten. Oder es ist ein Video, das man jetzt gerade nicht ganz anschauen möchte.
Für all dies und viel mehr habe ich mir angewöhnt, die Seiten, die zu einer bestimmten Aufgabe zu gehören, wenn ich an dieser nicht mehr weiterarbeiten möchte, einfach bei der jeweiligen Aufgabe zu notieren bzw. eine neue Aufgabe z.B. für das Fertigschauen des Videos anzulegen. So stelle ich sicher, dass ich die Seiten im richtigen Kontext und auch wirklich wieder finde.
Sollte die ganze Aufgabe aus Recherche bestehen, so beginne ich bald, Lesezeichen zu speichern, die ich so einsortiere/tagge, dass ich sie wiederfinde. Alternativ kann man sie natürlich auch direkt in ein entsprechendes Dokument schreiben. ToDo-Listen eigenen sich für so etwas meist nur eingeschränkt, aber ein Verweis auf die entsprechende Linksammlung lässt sich meist gut unterbringen.
Wichtig ist, dass man bei einer Seite, die nicht zur aktuell bearbeiteten Aufgabe gehört, schnell und sofort eine Entscheidung trifft. Entweder man schaut sie sich sofort an, oder man speichert sie sich für später zum Lesen oder legt sie direkt in das Archiv der Bookmarksammlung.
Sehr sinnvoll ist, immer nur eine Aufgabe zu bearbeiten und am Ende dieser Aufgabe bzw. wenn man zu einer anderen Aufgabe wechselt diesen Wechsel bewusst vollziehen und hierbei auch alle dazugehörigen Tabs schließen.
Manchmal funktioniert das mit nur einer Aufgabe so nicht ganz, aber man sollte doch zumindest den Überblick über alle aktuell bearbeiteten Dinge behalten (z.B. eine Sache, die im Hintergrund abläuft wie viele Fotos hochladen und eine Sache, mit der man sich aktiv beschäftigt).
Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ beschreibt das im Teil Handeln ganz gut. Mehr zum Bearbeiten nur einer Aufgabe befindet sich im (englischen) Artikel How NOT to Multitask – Work Simpler and Saner - generell ein sehr empfehlenswertes Blog wenn man sich für Vereinfachung interessiert.
Immer ein waches Auge für die Tabs haben, erkennen, was dort noch geöffnet ist und was man davon wirklich aktuell benötigt oder nicht geschlossen werden soll, weil es z.B. die Todo-Liste ist, hilft, geöffnete Tabs schnell wieder zu schließen und so die Übersicht zu bewahren. Ich finde, ein aufgeräumter Browser trägt entscheidend zu mehr Produktivität bei.
As my newest gadget (well, it's already more than one and a half months old) is an eBook reader device my interest for ePub files has grown as ePub is basically the format that works best for my device and probably generally small eInk devices.
Basically, an ePub file is a xhtml file with some additional information (e.g. a table of contents) zipped together into a handy file. So saving a webpage into an ePub document seems to be quite easy. Nevertheless there are some things the tool has to pay attention too as e.g. the xhtml in a epub file has to be valid xhtml 1.1. For further details on the file format I suggest reading this guide on ePub file creation.
Of course one could do that manually for every single page one wants to read, but I thought there has to be something more handy. Calibre is a great software for creating content for eBook reader devices and it can even process RSS feeds (though skimming through content as I do during reading my feeds is not exactly what you can do best with an eBook reader device). Nevertheless I wanted something more integrated into my favorite browser, Firefox. Surprisingly I couldn't find a single addon for Firefox that fits this purpose.
Finally I managed finding three web services that can create ePub files from webpages:
The most simple one is Web2FB2, although it's name may suggest something different that service also creates ePub files. I said it's simple because it really just takes the webpage and creates an ePub file. It doesn't try to detect the main text or use RSS feeds or remove the navigation, but at least it includes all images. It seems to me that it ignores printing stylesheets, too. So it depends on the webpage and which parts of it you are interested in how well the result is usable.
The probably most sophisticated service I've found is zinepal.com - it's basically intended for creating newspapers from webpages, feeds or Google news or blog search results. You can add up to 5 (25 in the pro version) webpages to a so-called „Zine“ for which you can then choose several options and get it as PDF or ePub. When you are pro-user (which are you automatically for the first month of usage) you can even add your own logo or introductory section. You can also select which fonts shall be used and as pro user you can add advertisement (which of course is more intended for republishing the result than for personal use ;)). Besides that it creates quite useful ePubs (and PDFs) from the specified pages and feeds, it removes almost everything but the actual content, the only negative point is it doesn't add a table of contents for the included pages.
Instapaper is „A simple tool to save web pages for reading later.“. Nevertheless it looks really interesting to me as it is indeed quite simple, you even don't need a password for your account when you don't want one (but it still supports multiple folders, starring pages, iPhone apps…). With a simple bookmarklet you can save pages for later reading. And the best is: you can create an ePub of all your unread pages. As zinepal.com Instapaper most of the time removes everything but the essential text (and unfortunately like zinepal.com also most/all? images…), but as a big plus it adds a table of contents so you can quickly jump between the included pages.
Thus Instapaper looks exactly like what I've been looking for - a tool to make it easy to read all that stuff I find online but want to read in a quiet (or noisy) moment on my sofa (or on the train). I can collect the stuff I want to include and then when I want to get something to read I simply click the epub link and save the ePub file on my reader (switching between files is one of the slower operations, thus having it all in one file is also a big plus). And for the Amazon Kindle there would even be an auto-delivery option. The only thing I'm missing a bit are the images in the webpages, I hope that the algorithm for extracting the text will be improved, but of course I understand that such an algorithm is hard to create and always includes a lot of guessing.
If you should have discovered other ways for getting the web (or at least some parts of it ;))into an ePub file, please let me know!